Glauben und Leben hängen eng zusammen. Erst der Glaube an Jesus Christus ermöglicht wirkliches erfülltes Leben, das über den Tod hinaus ewig sein wird. Unter christlichem Glauben verstehen wir eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus. Glauben bedeutet: Gott vertrauen, sich völlig auf ihn verlassen, alles von ihm erwarten.
Glauben kann der Mensch nicht von sich selber. Es ist ein Geschenk, das Jesus den Menschen macht. Dem Glauben geht die Offenbarung Gottes voraus. Gott gibt sich dem Menschen zu erkennen. Er begegnet dem Menschen und der Mensch antwortet mit Glauben. Ohne Offenbarung Gottes kann der Mensch nicht glauben. Zuerst redet Gott. Der Mensch wird angesprochen. Er begegnet dem lebendigen Gott. Durch diese Begegnung kommt er zum Glauben.
Grundlage des Glaubens ist Jesus Christus, der Gekreuzigte und der Auferstandene sowie das stellvertretende und vollkommene Sühnopfer Jesu am Kreuz. Der christliche Glaube ist in aller erster Linie der Glaube an Jesus Christus, den Sohn des lebendigen Gottes. Der Glaube an Jesus hat unsere Rettung zur Folge und ein neues Leben, über das Gott bestimmt.
Zum Glauben gehört auch, dass der Christ freiwillig nach den Willen Gottes lebt. Er gibt sich selbst als ein Opfer ganz Gott hin (Rö. 12,1). Glaube äußert sich zum einen in einem tiefen Gottvertrauen und zum andern in Liebesdiensten an Gott und am Mitmenschen – als Glaube, der durch die Liebe tätig ist (Gal. 5,6).
Der Glaube fasst nicht das, was vor Augen ist. Er läuft oft der menschlichen Logik zuwider. Glaube geht weit über den menschlichen Verstand hinaus. Durch den Verstand haben wir nur eine begrenzte Erkenntnis. Mit unserem logischen Denken können wir nur die sichtbare Welt erforschen. Der Glaube aber stößt in die unsichtbare Welt vor. Durch ihn haben wir Zugang zu den unsichtbaren Dingen, zu den ewigen Dingen. Durch den Glauben erhalten wir eine weit umfassendere Erkenntnis, als es uns durch den Verstand möglich ist. So heißt es in 2. Korinther 4,18 und 5,7: „So sind wir nicht auf das Schwere fixiert, das wir jetzt sehen, sondern blicken nach von auf das, was wir noch nicht gesehen haben ... Denn wir leben im Glauben und nicht im Schauen.“
Die Welt, in der wir leben, können wir mit unseren fünf Sinnen wahrnehmen. Doch es gibt über die natürlichen Sinne der Menschen eben auch noch eine weitere lebenswichtige Dimension – den Glauben. Unser Verstand ist auf die Welt und das Materielle gerichtet. Der Glaube aber hilft uns die Fixierung auf das Physische abzulegen und das Geistliche ins Blickfeld zur rücken.
Durch den Glauben kann der Mensch in der Gegenwart Gottes leben. Gott ist seinem Wesen nach Liebe. Er beschenkt die Menschen mit seiner alles überfließende Liebe. Gott ist aber auch Leben. Er ist der Ursprung allen Lebens. Wer Gott vertraut und in dessen Gegenwart lebt, der hat ein neues Leben geschenkt bekommen. Das ist wirkliches Leben, ein erfülltes Leben, ein Leben, das Zukunft hat. Mit Jesus leben und in dessem Auftrag für andere Menschen da sein, gibt dem Leben einen Inhalt und Sinn.
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